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Was bringen die Maßnahmen gegen das Corona-Virus tatsächlich?

Was helfen Masken und Abstand im Kampf ghegen Covid-19 wirklich?

Die Schutzmaßnahmen gegen die durch den Corona-Virus ausgelöste, auch als Covid-19 bekannte Lungenkrankheit SARS-CoV-2 sind längst in der Breite der Bevölkerung angekommen. In Geschäften und in den öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken Pflicht. Dazu weisen überall Schilder darauf hin, Abstand zum nächsten Menschen zu halten. Dass sich manche dabei mit einer Distanz von 1,5 Metern begnügen, andere dagegen zwei Meter Entfernung zum Nächsten verlangen, zeigt schon, dass es an einer verlässlichen Datenbasis bislang gefehlt hat. Heraus zu finden, wie gut oder schlecht die Maßnahmen die Übertragung des Erregers von Mensch zu Mensch tatsächlich erschweren, haben sich kanadische Wissenschaftler auf die Fahne geschrieben und dazu eine Metaanalyse von über 200 bekannten Studien vorgenommen und diese Anfang Juni vorgestellt.

Eine hohe Effektivität konstatieren die nordamerikanischen Forschern demnach dem Einhalten von Abstand, denn bei einer Distanz von nur einem Meter reduziert sich die Übertragungswahrscheinlichkeit bereits um 82 Prozent. Erhöht sich der Abstand darüber hinaus bis auf drei Meter, sinkt das relative Infektionsrisiko pro Meter um jeweils 50 Prozent. Australische und chinesische Wissenschaftler errechneten auf Basis der kanadischen Ergebnisse einen Schutz durch das Tragen von Masken von 67 Prozent. Bei FFP-2 und FFP-3-Masken (bzw. Masken der amerikanischen Norm N95) erhöht sich der Schutz auf bis zu 96 Prozent. Die Wissenschaftler weisen auch darauf hin, dass selbstgenähte Masken aus Baumwolle oder anderen Materialien, die ein Großteil der Bevölkerung benutzt, sehr viel besser schützen, wenn mehrlagig gefertigt sind.