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Corona und Übergewicht – eine unheilvolle Kausalität

Die Gefahren, die von einer COVID-19-Erkrankung ausgehen, sind mittlerweile weitgehend bekannt. Weniger häufig wird über die gesundheitlichen Begleiterscheinungen des Lockdowns und weiterer Maßnahmen zur Eindämmung des Virus gesprochen. Einer dieser Kollateralschäden ist zunehmendes Übergewicht. Bereits vor der Pandemie haben Mediziner darauf hingewiesen, dass Übergewicht bis zur Adipositas ein zunehmendes Problem in der Gesamtbevölkerung darstellt. Dieses Risiko hat sich im Laufe der Corona-Pandemie weiter verstärkt.

Schon im letzten Jahr hat das Robert-Koch-Institut (RKI) von einer merklichen Gewichtszunahme in der Bevölkerung während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020. So hatt sich das durchschnittliche Körpergewicht von 77,1 Kilogramm auf 78,2 Kilogramm erhöht, der durchschnittliche Body Mass Index (BMI) erhöhte sich vom Frühjahr zum Hochsommer 2020 von 25,9 auf 26,4.

Noch deutlichere Ergebnisse verzeichnete das Institut INSA-Consulere, dass für den Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) eine repräsentative Online-Umfrage in Brandenburg und der Bundeshauptstadt durchgeführt hat. Demnach haben 43 Prozent der Befragten im Laufe der Pandemie im Durchschnitt 5,5 Kilogramm zugenommen. „28% dieser Betroffenen geben an, dass sie drei bis vier Kilo mehr wiegen. 21% konstatieren fünf bis neun Kilo. 14 Prozent geben sogar an, zehn oder mehr Kilo zugenommen zu haben“, teilt der RBB in einer Pressemeldung mit. Ebenfalls dort ist zu lesen, dass sich 55 Prozent der Befragten weniger bewegt als vor dem Lockdown und 20 Prozent sich schlechter ernähren im Vergleich zu der Zeit vor Beginn der Pandemie. Dazu kommen Faktoren wie „Frust-Essen“ und „erhöhter Alkoholkonsum infolge der großen psychischen Belastung“.